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Ab in den Süden

Nun ein kleiner Sprung zum 04.04.. Damals ging es in den Breisgau.

Damals klingelte der Wecker mal wieder bereits um 5 Uhr in der Früh. Um kurz nach halb sechs trabte ich auch schon nach Langerfeld zur S-Bahn. Gerade als ich am Bahnhof ankam, rollte drüben auf der anderen Seite eine 185 mit KLV in Langerfeld ein. Welche das war, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Wenig später rumpelte dann von Hagen kommend, noch 185 167 mit einem Hangartner vorbei in Richtung Süden. "Na warte", dachte ich, "du kommst mir heute noch bei Tageslicht auf den Chip." Mit dem ICE ist man ja doch ein bisschen schneller. Um genau zu sein, etwa 4,5 Stunden. Aber dazu später.

Schließlich musste ich ja erstmal überhaupt mal zu dem ICE hin. Dafür sorgte dann auch als bald eine 143, die mir erst freundlich "zu zwinkerte" und mich dann zum Hauptbahnhof brachte.

Dort war dann erstmal große Schreierei. Was genau los war, entzieht sich zwar meiner Kenntnis. Auf jeden Fall befand sich bald ein farbiger Mitbürger unter drei Blauen (Nein, es sind keine Besoffenen gemeint). Woraufhin es dann recht bald wieder ruhig war und sich die interessierte Meute wieder anderen Dingen zuwenden konnten.

So zum Beispiel einem Windlasthundesel, der samt Frauchen und umgehängter Tragetasche, bald auf dem Bahnsteig, wenig später im ICE 501 und - schlimm, schlimm - als bald auch im dortigen Bordrestaurant auftauchte. Freilich nicht für lange.

Ich war derweil zwar nicht auf den Hund gekommen, Hunger hatte ich dennoch. Also ließ ich mich ebenfalls im Bordrestaurant nieder und beförderte auf dem Weg nach Köln erstmal das obligatorische Microwellen-Rührei in den Magen.

Das wiederum wäre beinahe direkt wieder oben raus gekommen. Nicht, weil mein Magen es nicht gewollt hätte - der hat sich inzwischen wohl drangewöhnt, aber als ich auf dem Rückweg zu meinem Sitzplatz, einen lebendigen Werkzeugkoffer auf zwei Beinen, in der Reihe vor mir sitzen sah, wurde mir doch etwas anders. Ich meine, nichts gegen Körperschmuck, aber wenn gefühlte 100 Gesichtspiercings dazu führen, dass der Unterkiefer ständig runter hängt und somit der ebenfalls metaldurchsetzten Zunge ihren Weg freigeben, ist es denn vielleicht doch ein bissel zu viel des Guten...

Nun ja, ich musste ihn mir ja zum Glück nicht weiter anschauen und es ging pünktlich und zügig über die Westerwald-Achterbahn nach Frankfurt Flughafen, wo mir ein orientrotes Sandwich in Form von IC 2028 begegnete.

Nachdem der Flughafen verlassen war, wurde es nun richtig gruselig im Zug. Um nicht zu sagen, es war Geisterstunde. Die rief zumindest der Zugchef bald aus, denn "da war doch eben noch ein Mann an der Tür, der eine Fahrkarte von mir haben wollte, oder haben wir jetzt Geister im Zug?". Als Cheffe dann bald alle im Wagen gefragt hatte und wahrhaft entgeistert (huch, Wortwitz *g*) abgezogen war, löste sich allerdings auch dieses Rätsel: Es war ein einfacher Toilettengeist. Immer nach dem Motto "Ist die Wurst erst einmal raus, kommt er auch bald wieder." Seine Fahrkarte hat er glaube ich auch noch bekommen. Freilich auch nur gegen Geld. Nix mit drei Wünsche frei und so...

Wie auch immer. So wird so eine Zugfahrt zumindest nie langweilig.

Die war dann um punkt 10:00 Uhr auch erstmal beendet, denn Freiburg Hbf war erreicht.
Nachdem ich dort dieses Werbe-RegioShuttel-Doppel der Breisgau-S-Bahn erlegt hatte...



...ging es ohne weitere erwähnenswerte Ereignisse mit einem RE nach Bad Krozingen und von dort mit der SWEG weiter nach Münstertal (Schwarzwald). Irgendwo bei DSO schwirrt noch ein Thread von mir zu dieser Strecke rum. Vielleicht finde ich ihn noch.

An der Endstation sieht es auf jeden Fall so aus:



Bevor ich mich später wieder richtigen Zügen zuwenden konnte, ging es mit dieser Plastikschüssel erstmal wieder zurück in Richtung Staufen. Die letzten zwei Kilometer wegen des - noch - schönen Wetters allerdings dann per Pedes.

Um etwa 12:20 Uhr war ich dann wieder in Bad Krozingen an der Oberrheinstrecke. Allerdings war ich nicht mehr allein. Jede Menge Wolken wollten nämlich unbedingt mitkommen...
Aber egal. Wo ich schon einmal da war, wollte ich nun auch fotografieren. Also ging es erstmal eine Station zurück in Richtung Freiburg. Nach Schallstadt. Dort war ich letztes Jahr bereits kurz und hatte eine nette Stelle entdeckt. Ganz im Gegensatz zu mir, war die Lärmschutzwand letztes Jahr hingegen noch nicht da. Meine Stimmung tendierte allmählich gegen Null. Als dann noch nicht mal wirklich was fuhr, rutschte sie dann gefährlich ins Minus... So wechselte ich nach einer Stunde zurück an den Bahnsteig und siehe da, auf einmal rollte es. Insgesamt gab es zwischen 12:40 Uhr und 14:20 Uhr folgendes zu sehen:


12:44 - SBB 482 023-9 - gemischter Güterzug (-> Basel)
12:48 - SBB 421 371-6 + 421 380-7 - Tfzf (-> Basel)
12:57 - 101 134-5 - EC 100 (Chur - Hamburg-Altona)

13:35 - 185 025-4 - gemischter Güterzug (-> Freiburg)
13:38 - X-Rail 185 581-6 - EWALS-KLV (-> Basel)
13:42 - 185 251-6 - gemischter KLV (-> Basel)
13:51 - 101 012-3 - IC 2103 (Basel SBB - Nürnberg Hbf)


13:52 - 120 132-6 + GA 101 076-8 - EC 7 (Hamburg-Altona - Chur) - wegen knapp +60 nur bis Basel SBB
13:56 - SBB 482 049-4 - gemischter Güterzug (-> Basel)
13:57 - X-Rail 185 596-4 - gemischter KLV (-> Freiburg)


14:03 - X-Rail 185 580-8 - überw. DHL-KLV (-> Freiburg)

Da das Wetter im Süden besser schien, ging es nun wieder ein Stück gen Süden. Genauer gesagt nach Müllheim (Baden). Kaum dort angekommen, konnte ich erstmal meine Drohung vom frühen Morgen wahr machen, denn siehe da, da war sie wieder. 185 167 mit dem Hangartner, der mir auf die Minute genau neun Stunden zuvor in Langerfeld begegnet war. großes Grinsen

So, jetzt war ich als in Müllheim. Und nu? Nun gut, ich hatte schon gesehen, dass ein Feldweg parallel zur Strecke verlief. Da sollte sich ja was machen lassen. So wanderte ich also los in Richtung Norden. Die Grenze der Wolken immer knapp über mir... Eigentlich wollte ich auch nur ein paar hundert Meter raus laufen, aber dort ist fast noch schlimmer ist, als zwischen Dormagen und Neuss, denn man kann wirklich überall irgendwie Fotografieren. Ganz egal wo man gerade steht.

So lief ich also, mit ein paar Zwischenstopps, immer weiter in Richtung Norden, um rund zwei Stunden später den ca. 5 Kilometer entfernten Haltepunkt Buggingen zu erreichen.

Dabei begegnete mir dann auch so einiges:


14:42 - 185 167-4 - Hangartner-KLV (Hagen Gbf -> Basel)
14:45 - TXL 189 995-4 - KLV (-> Basel)
14:49 - 101 025-5 - EC 6 (Chur - Dortmund Hbf)


14:59 - 185 078-3 - kurzer Güterzug mit was ziemlich Großem am Ende (-> Freiburg)

15:01 - 185 110-4 - gemischter Güterzug (-> Basel)
15:06 - 155 151-4 - Container (-> Basel)
15:13 - 101 020-6 - EC 101 (Hamburg-Altona - Chur)
15:51 - 115 459-0 - PbZ (ein Bvmz) (-> Freiburg)
15:54 - 155 167-0 - Ambrogio-KLV (-> Freiburg)
15:58 - 155 243-9 - Container (-> Freiburg)


16:06 - ERS 189 098-7 - Container (-> Basel)
16:20 - 101 054-5 - IC 2100 (Nürnberg Hbf - Basel SBB)
16:30 - X-Rail 185 581-6 - EWALS-KLV (-> Freiburg)
16:34 - X-Rail 185 597-2 - viele Wagen mit ein paar Containern (-> Freiburg)
16:37 - 152 158-2 - Ambrogio-KLV (-> Basel)
16:57 - 185 106-2 + 185 101-3 - T-Wagen (-> Freiburg)

Dann kam auch schon die Regionalbahn nach Freiburg. Bestehend aus einer 146.2 und Schwarzwaldbahn-Dostos. Damit ging es zurück nach Schallstadt, da nun die Sonne wieder durchschaute und ich da noch eine Stelle kannte, die zu dieser Uhrzeit geht.

Gesagt getan, oder besser gegangen. Ich stand dort dann auch einem etwas größeren Wiesenstück zwischen Landstraße und Strecke. Die Lokführer schien das aber auch nicht zu stören. Den Autofahrern hingegen bereitete das wohl eine große Herausforderung: "Boih, da fotografiert einer!" *staunend aus der Seitenscheibe glotz* "Ups, 300 Meter weiter steht ja die Polizei an einer Unfallstelle!" *quietsch* Man hat es halt nicht leicht.

Ich auch nicht, denn ich wurde auch schon bald von den Wolken eingeholt, ohne das großartig was kam. So entschied ich dann auch, bereits eine Stunde eher zurück zu fahren. Zu erst nahm ich aber natürlich noch mit, was ich kriegen konnte. Als da war:

17:38 - 185 087-4 - Norfolk Line-KLV (-> Basel)
17:41 - SBB 421 380-7 - RoLa (-> Freiburg)
17:54 - 101 057-8 - IC 2105 (Basel SBB - Stuttgart Hbf)



17:55 - 152 034-5 - gemischter Güterzug (-> Basel)

18:03 - 185 226-8 - gemischter Güterzug (-> Freiburg)
18:09 - 101 022-2 - IC-Wagenpark (-> Basel)
18:35 - SBB 482 033-8 - Container (-> Basel)

Dann war Feierabend und es ging zurück nach Freiburg und von dort mit IC 272 nach Mannheim. Im ICE füllte ich dann auch erstmal meinen Kalorien-Haushalt wieder auf. Nach knapp 8 Kilometer Wandern war der doch gut im Keller. Auch wenn ich die meiste Zeit dort also im Bordrestaurant saß, fragte ich allerdings schon in diesem Zug, warum der Fahrkartenautomat meinte, man solle unbedingt reservieren...
Noch mehr fragte ich mich das dann allerdings in Mannheim, als ich - nachdem ich dort 101 034 mit IC 2311 hatte ausfahren sehen *grummel* - ICE 512 betrat. Der war so leer, dass ich auch locker 10 Plätze in jedem Wagen für mich hätte haben können. Ergo 4,- € für nix ausgegeben.

Bei der Fahrkartenkontrolle geriet ich dann wieder ins Grübeln: "Mit dem Zub bist du doch schon mal gefahren, aber wann?" Hinterher fiel es mir wieder ein. Es war am 07.01.08 im IC 2021, als ich auf dem Weg nach Kufstein war. Immer wieder diese Zufälle.

Immerhin verlief die weitere Heimfahrt ohne jegliche nennenswerten Ereignisse. Okay, abgesehen davon, dass sich in der S8, die ich von Oberbarmen nach Langerfeld nutzte, jemand seinen Dünnschiss kurzer Hand in einer Sitzgruppe hinterlassen hatte. Das war eindeutig kein Toilettengeist.
27.4.09 10:26
 


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